Die Dichte von Kies erklärt

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© manseok - pixabay.com

Unter der Bezeichnung Kies versteht sich ein Gestein, das als Baustoff genutzt wird. Kies weist ein sehr kleines Format bis zu ungefähr sechs Zentimetern Durchmesser pro Stein auf. Das Material hebt sich von Schotter und Geröll dadurch ab, dass die kleinen Steine meist rund sind und fast keine Kanten aufweisen.

Allgemein werden solche Schüttgüter beim Bau von Wegen und bei der Gartengestaltung genutzt. Ein weiteres Merkmal von Kies sind seine spezielle Dichte und sein Gewicht. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Dichte, das Gewicht und die Körnung von Kies.

Wie wird die Dichte von Kies berechnet?

Die Dichte beschreibt generell die Relation vom gesamten Volumen eines Materials und dessen Gewicht. Im Praxisbeispiel heißt das, dass ein Kubikmeter Kies, der 1500 Kilogramm wiegt, eine Dichte von 1500 kg pro qm aufweist. Wird der Splitt nachträglich noch verdichtet, beispielsweise um einen Weg anzulegen, dann erhöht sich automatisch die Dichte.

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Arten?

Die verschiedenen Kiessorten unterscheiden sich in ihrer Dichte, wobei zwischen Fein- und Grobkies unterschieden wird. Außerdem unterscheiden sie sich in Form, Farbe und Größe der einzelnen Kiessteine. Die Farben dieser Baustoffe reichen dabei von weiß bis bunt, sodass für jeden Geschmack und Zweck der passende Kies zur Verfügung steht.

Als Zierkies wird eine Art von Kies bezeichnet, die rund geschliffen wurde und über eine Körnung von 2 bis 60 Millimeter verfügt. Dabei sind die Kanten der Steine nicht natürlich abgeschliffen, sondern dies wurde maschinell vorgenommen. Dieses Herstellungsverfahren wird auch Trommeln genannt und das Produkt nennt sich getrommelter oder gewaschener Kies. Eine Sonderform ist der Flachkornkies. Wie der Name schon sagt, ist dieser flacher als andere Kiesarten und eignet sich ebenfalls zur Dekoration im Garten.

Zierkies mit DekoelementenAndere Kiessorten können unter Umständen natürlichen Ursprungs sein, wie beispielsweise die Kiessorten Rheinkies und Weserkies. Diese Arten stammen aus Flüssen und wurden durch das Wasser in ihre Form gewaschen. Dieser natürliche Kies wird gerne zur Gartengestaltung verwendet.

Eine weitere Sonderart von Kies ist der sogenannte Betonkies, der vor allem als Zuschlagstoff für Fassaden und Estriche verwendet wird. Durch ihn erhalten Fassaden einen schönen, natürlichen Charakter und heben sich von gewöhnlichen Fassaden ab.

Wofür ist die Dichte von Kies wichtig?

In vielen Situationen ist es wichtig, die Dichte von Kies zu kennen. Zum Beispiel dann, wenn Sie vorhaben, einen Weg mit Kies anzulegen. Sie müssen dann wissen, wie viel Kies für den Weg benötigt wird. Mit Hilfe der Dichte lässt sich dies ausrechnen.

Außerdem ist es wichtig, die Dichte zu kennen, wenn Sie beispielsweise ein Flachdach mit Kies bestücken möchten. In diesem Fall ist es sehr wichtig die Dichte genau zu berechnen, um sicherzugehen, dass das Dach das Gewicht auch tragen wird.

Dichte von Kies: Rechenbeispiel und Rechenweg

In diesem Rechenbeispiel soll gewaschener Rundkies als Beispiel dienen. Die einzelnen Kiessteine haben eine Größe von 6 bis 8 Millimeter. Insgesamt handelt es sich um einen Kubikmeter Kies, also 1000 Liter. Das Gewicht wird dabei auf rund 1,6 Tonnen geschätzt.

Achtung! Beachten Sie, dass bei der Verarbeitung nochmals eine weitere Verdichtung notwendig ist, beispielsweise beim Bauen von Wegen.

Nach folgender Formel wird nun die Dichte vom Kies berechnet:

Gewicht (in kg) / m³

(ein Kubikmeter Kies mit 6 bis 8 mm Größe wiegt laut Beispiel 1560 kg)

Die Dichte beträgt dann: 1560 kg / m³

Bei zusätzlicher Berechnung einer erneuten Verdichtung werden drei Prozent pauschal hinzugerechnet:

1560 kg / m³ x 1,03 = 1607 kg / m³

Bei dieser Berechnung muss immer bedacht werden, dass es nicht einfach so möglich ist, die exakte Dichte und das Gewicht zu berechnen. Schließlich handelt es sich bei Kies um ein Naturprodukt. Kalkulieren Sie daher lieber etwas vorsichtig.

Hinweis: Es kann zusätzlich noch etwas Sand oder Feuchtgkeit im Kies vorkommen, was eventuell vom Gesamtgewicht abgezogen werden muss.

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