Gartenhaus aufbauen mit Tipps von den Profis

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Der Aufbau eines Gartenhauses ist nicht viel schwieriger als der Aufbau eines Carports und kann von Ihnen selbst durchgeführt werden. Dazu eignen sich besonders Bausätze, die alle nötigen Teile beinhalten. Ein Gartenhaus bringt sehr viele Vorteile mit: Egal, ob Sie es als Gerätehaus und für die Gartenmöbel oder anstelle einer teuren Fasssauna als richtiges Saunahaus verwenden möchten.

Bausätze im Vergleich

Größe Grundfläche Anwedungsbereich Beispielmodell von steda
Kleine Gartenhäuser 5 bis 12 qm • Sind sehr platzsparend und passen in jeden Garten
• Eignen sich z.B. als Sauna oder Geräteschuppen
Modell „Elmshorn“ im schönen 5-Eck-Stil
Mittlere Gartenhäuser 14 bis 28 qm • Perfekter Kompromiss aus groß und klein
• Aufteilbar in mehrere Räume
• Extra Stauraum für Gartenwerkzeug
• Ausreichend Platz für Tisch mit Stühlen
Modell „Leonberg“ mit praktischem Vordach und Doppeltüre
Große Gartenhäuser 30 bis 36 qm • Mehrere Räume möglich
• Extra Platz für Gartengeräte oder eine separate Sauna
• Platz für viele Personen und kleine Feiern
• Sehr geeignet als „zweites Wohnzimmer“
Modell „Mallorca“ mit Vordach

Schon gewusst? Ebenfalls sind verschiedene Modelle mit Anstrich verfügbar, so dass Sie nicht selbst streichen müssen. Die hohe Qualität des Anstrichs ist garantiert und die Lackierung ist optimal auf das Gartenhaus abgestimmt.

Planung

Wie bei so vielen Dingen ist beim Aufbau eines Gartenhauses die Planung das A und O. Planen Sie Ihr Gartenhaus sorgfältig, dann wird es am Ende beim Bauen keine böse Überraschung geben. Der Standort des Gartenhauses ist entscheidend, demnach sollten Sie diesen mit Bedacht auswählen. Denken Sie daran, dass Anschlüsse für Wasser und Strom vorhanden sein müssen.

Die Grundfläche des Gartenhauses lässt sich zwar auf einem Hang errichten, jedoch empfiehlt es sich, eine gerade Fläche zu wählen. So ist ein stabiler Stand gesichert. Des Weiteren empfiehlt sich in jedem Fall das zuständige Amt aufzusuchen, um eine etwaige Baugenehmigung zu erlangen. Erkundigen Sie sich unbedingt, ob das geplante Gartenhaus sich genau so umsetzen lässt. Neben dem zuständigen Amt ist es sehr zu empfehlen, auch ein Wort mit dem angrenzenden Nachbar zu wechseln. Informieren Sie dieses über Ihr Vorhaben und ersparen Sie sich unnötigen Ärger im Nachhinein.

Planung steda GartenhausVorbereitung

Nachdem Sie die Planung des Gartenhauses gut durchdacht haben und alle Eventualitäten geklärt sind, geht es an die Vorbereitung. Wenn Sie einen Bausatz für ein Gartenhaus vorliegen haben, dann sollten Sie diesen zuerst prüfen. Schauen Sie nach, ob alle Teile, die zum Aufbau benötigt werden in der Lieferung vorhanden sind und diese keinen Schaden genommen haben. Auch die Aufbauanleitung sollte natürlich vorhanden sein.

Im nächsten Schritt empfiehlt es sich, alle Teile so anzuordnen und im Garten auszubreiten, wie sie danach aufgebaut werden. Mit dieser Methode machen Sie sich den Aufbau leichter und behalten den Überblick.

Wichtig: Bei einem Gartenhaus aus Holz sollten Sie die Einzelteile nicht an einem feuchten Ort lagern, da sich das Holz sonst verziehen kann. Daraufhin bereiten Sie die Werkzeuge vor, die Sie zum Aufbau benötigen und haben die Vorbereitungen soweit abgeschlossen.

Fundament beim Gartenhaus aufbauen

Ein Fundament benötigen Sie nicht unbedingt. Es kommt dabei ganz darauf an, wie Sie das Gartenhaus später nutzen möchten. Ein kleiner Schuppen für Werkzeuge und Gartengeräte benötigt nicht zwingend ein Fundament. Möchten Sie jedoch ein kleines Wohnzimmer oder eine Sauna im Gartenhaus einrichten, dann sollten sie auf jeden Fall ein Fundament errichten.

Fundament aus Kies

Eine Möglichkeit eines Fundaments stellen Platten dar. Dazu graben Sie ein 25 Zentimeter tiefes Loch, das in der Breite 10 Zentimeter größer ist als die Grundfläche des Gartenhauses. Daraufhin wird die Grube bis zu 10 Zentimeter mit Kies gefüllt und zusätzlich kommt nochmals eine kleinere Schicht aus Sand obendrauf. Im letzten Schritt werden dann die Platten verlegt und mit Sand verfugt. Diese Fundamentart ist jedoch nicht frostsicher, weshalb sich ein Fundament aus Beton, das frostbeständig ist, lohnen kann.

Fundamente aus Beton

Eine sogenannte Fundamentplatte lässt sich selber ganz gut aufziehen und verleiht dem Gartenhaus einen stabilen Untergrund. Im ersten Schritt wird eine Grube mit ungefähr 30 Zentimetern Tiefe gegraben und an den Rändern sollten jeweils 10 Zentimeter überstehen. Daraufhin schalen Sie die Grube mit Schaltafeln aus und geben bis zu 15 Zentimeter Kies hinein. Der Kies wird dann verfestigt, wofür eine sogenannte Rüttelplatte zum Einsatz kommen kann. Anschließend kommt eine PE-Folie zum Einsatz, sodass der Frost Ihrem Gartenhaus nichts mehr anhaben kann. Als letzten Schritt wird die Fläche mit Hilfe von Baustahl betoniert und glatt gestrichen.

steda Gartenhaus Beton FundamentStreifenfundamanet

Eine weitere Möglichkeit ist das Streifenfundament. Dafür müssen Sie unter den Wänden 80 Zentimeter tief und 30 Zentimeter breit graben. Anschließend ist dieses Loch mit Beton komplett zu füllen. Da die Wände das komplette Gewicht des Daches tragen, kann die Betonschicht in der Mitte mit 10 Zentimetern sehr dünn gestaltet werden. Zuerst sollten Sie die komplette Grundfläche des Gartenhauses zu 20 Zentimetern abgraben und danach die besagten Wände nochmals um 60 Zentimeter untergraben. Auf diese Weise liegt das seitliche Fundament am Ende mit 80 Zentimetern Tiefe im frostgeschützten Bereich. Wie oben bereits beschrieben, sollten Sie eine Schalung, Kies und Baustahl im Fundament verwenden.

steda Gartenhaus Streifenfundament

Punktfundament

Eine weitere Alternative zu den beiden genannten Fundamentarten bietet das Punktfundament. Dieses zeichnet sich, wie der Name schon sagt, dadurch aus, dass es punktuell gesetzt wird. Auf diese Weise stützt es die Wände und die Mitte des Gartenhauses. Der Aufbau dieses Fundaments ist sehr einfach. Es müssen unter den Wänden Löcher (40 x 40 Zentimeter) gegraben und diese anschließend mit Beton befüllt werden. Dabei benötigen Sie keine Schalung, graben Sie die Löcher jedoch nicht tiefer als 80 Zentimeter. Um sicherzustellen, dass die einzelnen Fundamente auf der gleichen Höhe sind, sollten Sie mit einer Wasserwaage arbeiten.

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion wird direkt auf das Fundament gesetzt. Dafür müssen zuerst die untersten Balken in die richtige Position gebracht werden und denselben Abstand zueinander haben. Sägen Sie die Balken so kurz, dass sie ganz genau auf das Fundament passen und nicht überstehen. Im nächsten Schritt müssen Sie die Balken im 90 Grad Winkel zueinander platzieren und mit einer Wasserwaage auf das Gleiche Niveau bringen. Dann werden diese festgeschraubt.

Daraufhin können Sie die Bretter des Untergrunds an ihren Platz bringen. Fangen Sie damit auf einer Seite des Gartenhauses an. Dann legen Sie der Reihe nach die weiteren Bretter dazu und befestigen diese. Wenn Sie ein Nut- und Federsystem verwenden, achten Sie darauf, dass diese immer geschmeidig ineinander passen ohne zu viel Druck zu verwenden.

Wichtig: Am Rand sollten Sie ungefähr nochmals zwei Zentimeter frei lassen, dass die Außenwände dort ihren Platz finden.

steda Gartenhaus UnterkonstruktionAußenwände

Nachdem der Boden verlegt ist kommen die Wände an die Reihe. Es empfiehlt sich mit gegenüberliegenden Wänden zu beginnen. Wenn diese grade stehen und aufeinander abgestimmt sind, werden sie angeschraubt. Sollten Sie schon fertige Wände geliefert bekommen, dann müssen Sie lediglich die Bohlen am Sockel sowie die Ecken des Gartenhauses festschrauben. Zuvor müssen sie jedoch ausgerichtet werden.

Im nächsten Schritt befestigen Sie den Bohlenkranz, wobei die einzelnen Bohlen mit dem Nut- und Federsystem ineinander gesteckt werden. Nutzen Sie am besten einen Gummihammer, um alles in die richtige Position zu klopfen. Alle Bohlen sollten gut verschraubt werden, so dass am Ende ein guter Halt besteht und kein Wind etwas daran ändern kann.

Ganz am Ende schrauben Sie die Bohlen noch an der Bodenkonstruktion fest. Dies bewirkt zusätzlichen Halt und eine gute Festigkeit des Gartenhauses.

steda Gartenhaus AußenwändeDach

Beim Aufbau des Daches sollten Sie zuerst die Giebeldreiecke fest auf der Vorderseite sowie der Rückseite des neuen Gartenhauses anschrauben. Die kurzen Bohlen an der Front des Gartenhauses verformen sich witterungsbedingt schneller. Deswegen empfiehlt es sich, diese an den Aussparungen der Türe miteinander zu verschrauben.

So entstehen später keine Spalten. Gehen Sie dabei so vor, dass je zwei übereinander liegende Bohlen miteinander verschraubt werden. Die Dachpfette wird anschließend in die Platzhalter der Giebeldreiecke platziert und so justiert, dass die Wasserwaage die Konstruktion für grade befindet. Daraufhin schrauben Sie die Pfette von oben und nicht gerade an der Brücke zum Dachbalken fest.

Daraufhin werden die Platten des Daches angebracht, wofür die Latten alle auf das Dach gelegt werden. Anschließend werden Sie von unten an der Wandbohle befestigt. Daraufhin setzten Sie nochmals eine Schraube von oben in die Dachpfette ein. Von oben wird dann die Nagelleiste angebracht, indem Sie an die Stoßkanten der Latten des Daches geschraubt wird.

Nun kommt die Dachpappe zu Einsatz, die lediglich fest genagelt wird und im Anschluss können Sie die Dachschindeln verlegen. Der Dachgiebel wird anschließend mit, für seine Form zugeschnittenen, Schindeln bekleidet und als Schlusspunkt wird die Leiste des Giebels festgeschraubt.

Türen

Die Tür lässt sich ganz einfach montieren. Dazu befestigen Sie zuerst die Zarge der Türe am Boden des Gartenhauses. Danach ist die Türaussparung an der Reihe, von der bei Bedarf mit der Stichsäge etwaige Überstände abgesägt werden müssen. Daraufhin schrauben Sie die Zarge am Türrahmen fest.

Im nächsten Schritt schrauben Sie die Türscharniere an den entsprechenden Stellen fest und verfahren ebenso mit den Aufhängungen. Im letzten Schritt wird die Tür in der richtigen Position eingehängt und ausgerichtet. Nach ein paar Wochen hat sich das Holz ein wenig verzogen und Sie sollten deswegen die Türe nochmals nachjustieren.

Pflege des aufgebauten Gartenhauses

Wie fast alle Dinge aus Holz, bedarf auch ein Gartenhaus aus dem natürlichen Rohstoff einer besonderen Pflege. Nur so lässt sich eine möglichst lange Lebenszeit sicherstellen. Verwenden Sie eine Holzlasur, um dem Gartenhaus den richtigen Schutz zu geben und so Regen und andere Witterungsbedingungen zu bekämpfen. Anfangs sollten Sie das Gartenhaus mehrere Male streichen und danach nur noch ein Mal im Jahr. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Feuchtigkeit ins Holz eindringt und Schimmel entsteht und das Gartenhaus irgendwann morsch wird.

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