Gartenteich selber anlegen

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Sie haben vor, in Ihrem Garten einen Teich anzulegen und suchen nach Rat? Dann sind Sie hier genau richtig, denn dieser Artikel erläutert, wie Sie einen Gartenteich erschaffen und gleichzeitig eine lebhafte Flora und Fauna rund um den Teich entstehen lassen. Ein Gartenteich kann den ganzen Garten beleben und sorgt für einen Platz der Entspannung zu kreieren, der zum Verweilen einlädt. Die richtige Bepflanzung des Gartenteichs ist dabei das A und O, denn mit dieser erschaffen Sie eine Heimat für allerlei Tiere und weitere Pflanzen.

Mit einer sorgfältig durchdachten Planung im Vorfeld können Sie Ihren Traum vom Gartenteich erfolgreich umsetzen. Lauschen Sie dem Plätschern des Wassers oder beobachten Sie die Vielfalt der Tierwelt. Schillernde Libellen fliegen durch den Dschungel aus Schilfrohr und Sumpfdotterblumen. Kaulquappen schwimmen zwischen orange leuchtenden Goldfischen umher und warten darauf, einmal wie der Teichfrosch, der auf dem Seerosenblatt sitzt zu werden. Ein Naherholungsgebiet zum Träumen und Verweilen – direkt in Ihrem eigenen Garten.

Den richtigen Standort wählen

Wenn sie Ihren Gartenteich in der Nähe der Terrasse oder eines gemütlichen Sitzplatzes anlegen, haben Sie das hübsche Gewässer stets im Blick. Für diejenigen, die sich einen naturnahen Teich wünschen, der viele Tiere anlockt, empfiehlt sich ein ruhigerer und abgeschiedener Platz. Wer ein unebenes Grundstück hat kann dennoch einen Gartenteich anlegen. Achten Sie darauf, diesen an der tiefsten Stelle in Ihrem Garten zu platzieren, um das Ganze natürlich wirken zu lassen.

Nicht zu vergessen ist der richtige Mix aus Sonne und Schatten. Zum einen brauchen die Wasserpflanzen in Ihrem Teich ausreichend Licht, um gut wachsen zu können. Zum anderen ist es jedoch auch wichtig, dass sich das Wasser durch die Sonneneinstrahlung nicht zu sehr erwärmt, denn das fördert wiederum das Wachstum der Algen. Orientieren Sie sich am besten an dem Wert von 5 Stunden Sonne pro Tag. Ein Sonnensegel kann während der warmen Mittagszeit helfen und ausreichend Schatten spenden. Sie können den Platz des Teichs jedoch auch so wählen, dass das Gewässer von großen Bäumen oder Bauwerken beschattet wird.

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© pixel2013 – pixabay.com

Achten Sie beim Graben darauf, ausreichend Abstand zu Leitungen für Strom, Wasser, Gas und Abwasser zu halten. Ebenfalls sollten diese Leitungen vom Teich nicht überbaut werden, sonst kann dies später zu eventuellen Komplikationen führen, falls die Leitungen gewartet werden müssen. Berücksichtigen Sie, dass Bäume mit einem flachen Wurzelwerk wie zum Beispiel die Birke oder der Essigbaum und weitere ausläufertreibende Arten nicht direkt neben dem Teich wachsen.

Vor allem aber Bambus kann mit seinen spitzen und harten Wurzeln die Teichfolie durchstoßen und beschädigen. Das bedeutet nun aber nicht, dass Bäume am Gartenteich grundsätzlich ein Problem darstellen. Sie sollten darauf achten, dass Ihr Teich im Herbst nicht mit dem ganzen Laub gefüllt ist. Deshalb sollten die Bäume möglichst östlich des Gewässers stehen, da der Westwind sonst die ganzen Blätter in den Teich weht.

Gut zu wissen: Wir leben in einem Breitengrad, in dem der Wind in der Regel aus Richtung Westen kommt.

Die richtige Form und Größe des Gartenteichs

Grundsätzlich ist es die eigene Entscheidung, wie Sie ihren Gartenteich formen möchten. Jedoch empfiehlt sich, dass sie zur restlichen Gartengestaltung passen sollte. Wenn der Garten architektonisch und mit rechtwinkligen Linien gestaltet ist, sollte auch das Wasserbecken rechteckige, kreisrunde oder elliptische Konturen haben. Finden sich im Garten geschwungene und naturhafte Merkmale wieder, wird geraten, dass auch der Teich in eine solche Form gebracht werden sollte. Außerdem gilt: Je größer der Teich, desto besser!

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Große Gartenteiche wirken nicht nur natürlicher und bringen noch mehr Ruhe und Eleganz in den Garten, bei größeren Wassermengen stellt sich auch schneller das biologische Gleichgewicht ein, was wiederum den Pflegebedarf des Gartenteichs minimiert. Allerdings müssen Sie beachten, dass Sie je nach gewünschter Größe eventuell eine Baugenehmigung benötigen, was in jedem Bundesland anders geregelt wird. Meist muss eine Genehmigung vorliegen, wenn eine Wassertiefe von 1,5 Metern oder das Volumen von 100 Kubikmetern erreicht oder überschritten wird.

Bei einem Schwimmteich kann diese Dimension schnell erreicht werden. Treten Sie also am besten rechtzeitig mit der zuständigen Baubehörde in Kontakt, um einen drohenden Baustopp, die Gelder für eine Beseitigung oder Bußgelder zu umgehen.

Die optimale Technik für den Gartenteich

Wird ein Wasserfilter benötigt oder nicht? Ein kleiner Gartenteich lässt sich auch ohne komplizierte Technik in ökologische Balance bringen. Sie sollten lediglich darauf achten, dass der Standort optimal gewählt ist und auch nicht zu viele Verunreinigungen zu einer negativen Wechselbeziehung zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt führt.

Wird der Teich von Fischen und anderen Lebewesen bewohnt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Verunreinigungen wie Kot und Futterreste Probleme mit sich bringen und die Wasserqualität sich deutlich verringert. Das geschieht durch den erhöhten Wert von Phosphat- und Stickstoffkonzentration, was bei erhöhter Wärme zu vermehrter Algenbildung führt.

Zur Sicherheit empfiehlt sich der Einbau eines ausgeklügelten Filtersystems, um Sauerstoffmangel vorzubeugen. Für den Fall, dass Ihr Teichwasser auch ohne die eingebaute Technik sauber und klar ist, können Sie die Anlage auf wenige Stunden Betriebszeit reduzieren.

Richtiges Anlegen des Gartenteichs

Ein optimal geplanter Teich lässt Raum für unterschiedliche Bereiche: terrassenartige Übergänge und verschiedene Tiefen des Wassers. An das Ufer grenzt eine ca. zehn bis 20 Zentimeter große Fläche aus Sumpf, gefolgt von einer knapp 50 Zentimeter tiefen Zone des Flachwassers.

Die Teichmitte benötigt eine Tiefe von mindestens 80 bis 150 Zentimeter. Für die Übergänge können individuelle Lösungen gefunden werden, sowohl flache als auch steile Bereiche. Um eventuellen Schäden an der Teichfolie vorzubeugen, raten wir Ihnen, die Mulde bei einem steinigen Boden überall zehn Zentimeter tiefer auszugraben.  Anschließend füllen Sie eine starke Schicht Bausand ein, so können Löcher durch spitze Steine vermieden werden.

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