Holzpavillon selber bauen – Tipps von den Profis

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weisser Pavillon von steda

Der wohl beste Platz um einen tollen Rundum-Blick in Ihr grünes Paradies zu werfen, ist ein Pavillon im Garten. Nicht immer muss man alles den Profis überlassen. Einen schönen Holzpavillon, ganz individuell nach Geschmack, kann man auch als Heimwerker gut selbst bauen. Hier erfahren Sie, wie es garantiert gelingt!

Was ist ein Holzpavillon?

Als Holzpavillon bezeichnet man ein freistehendes, oft rundes Bauwerk aus Holz, das meist zu allen oder einigen Seiten offen ist oder geöffnet werden kann. Damit bietet er weit mehr Gartenblick als eine einfache Terrassenüberdachung. Er ist ideal um sich in der warmen Jahreszeit im Freien aufzuhalten.

Der Pavillon kann genutzt werden um gemütlich zu sitzen, zu essen oder einfach so zu verweilen ohne sich in der Gartenlaube zu verschanzen. Oft sind Gartenpavillons an den „Fenstern“ elegant verziert und geben ein insgesamt hübsches Bild. Viel wichtiger noch ist, dass man von innen einen wunderbaren Ausblick auf den Garten hat.

So kann man einen Holzpavillon selber bauen: Anleitung in 10 Schritten

Am einfachsten ist es, sich einen Bausatz für den Holzpavillon zu besorgen. Der beiliegende Bauplan bietet oft anschauliche Hilfe.

Schritt 1: Fundamentlöcher ausrichten

Als erstes müssen ca. 60 cm tiefe Fundamentlöcher ausgehoben werden, in die später die Pfosten hineinkommen. Am besten legen Sie dafür eine Schablone aus den Latten, die sie später verwenden. Dann werden die Sacklöcher für die Dollen der Pfostenschuhe und die Sicherungsmuttern der Gewindestangen gebohrt.

Schritt 2: Pfosten auf Pfostenschuhe schrauben

Jetzt werden die etwa 10×10 cm großen Pfosten auf die Pfostenschuhe mit durchgehender Dolle geschraubt. Es ist wichtig, dass hier Edelstahlschrauben verwendet werden, da sich das Holz sonst einfärbt.

Holzpfosten
@ analogicus – pixabay.com

Schritt 3: Pfosten befestigen

Die vorher gelegte Schablone ist nun sehr hilfreich. Jetzt werden die Pfosten über den Fundamentlöchern befestigt, sodass die Dollen in die Löcher hineinragen. Nachdem das Loch mit Estrichbeton gefüllt wurde, lassen Sie es fünf oder mehr Tage aushärten.

Schritt 4: Bauen des Pfettenkranzes

Das Achteck, das später die Form des Daches vorgibt bzw. der Pfettenkranz, besteht aus meist acht Kanthölzern, den Pfetten. Diese überblatten sich unter 22,5°. Diese Bereiche werden zunächst markiert und dann mit Stechbeitel und Hammer herausgearbeitet und in der Mitte der Überblattung ein Loch gebohrt. Dort kommt später die Gewindestange hinein, die die Verbindung zu den Pfosten in allen acht Ecken gewährleistet.

Schritt 5: Aufsetzen des Pfettenkranzes auf die Pfosten

Anschließend, wenn das Ganze auf die Pfosten und die Gewindestange gesetzt wird, werden die Überblattungsflächen der Pfette verleimt. Dabei wird außerdem das untere Ende der Gewindestange mit Muttern und Unterlegscheiben gesichert.

Schritt 6: Aufstellen der Konstruktion

Jetzt kann das bisher Gebaute aufgestellt werden. Durch diagonal angebrachte Latten sichern Sie die Konstruktion provisorisch.

Schritt 7: Das Dach konstruieren

Die Sparren, die am Ende das Dach bilden, werden am Herzstück des Pavillons (Firstplatte) verschraubt.

Schritt 8: Unterkonstruktion befestigen

Mithilfe von Lochplatten, Balkenschuhen und Ankernägeln wird dann die Unterkonstruktion an den acht Pfosten, die mittlerweile fest im Beton sitzen, befestigt.

Schritt 9: Brüstungsbretter in Form bringen und lackieren

Damit die Brüstungsbretter nachher besonders ansehnlich sind, werden mit einer Handkreissäge auf beiden Seiten Dreiecke herausgesägt. Dafür hält man am besten mehrere der Brüstungsbretter mit einer Schraubzwinge fest zusammen. Anschließend werden die Bretter mindestens zweimal in der Wunschfarbe lackiert.

Schritt 10: Dachschalung und -eindeckung

Wenn die Dachschalung mit etwas Überstand aufgenagelt wurde, wird dieser dann mit der Handkreissäge auf Maß geschnitten. Zur Eindeckung des Dachs verwenden Sie am besten doppelt gestrichene Glattkantbretter, die Sie dann überlappend auf die Schalung nageln. Auf jedem Sparren wird dann eine T-Leisten platziert, die Sie vorher mit einer Universaldichtung versehen. So werden die Glattkantbretter abgedichtet.

Dacharbeit mit Werkzeug
@ alluregraphicdesign – pixabay.com

Fertig ist ein einfacher Pavillon!

Tipp: Auf ähnliche Weise lassen sich auch Spielhäuser oder Spieltürme für Kinder errichten. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Die richtige Pflege zum Erhalten des Holzpavillons

Sie sollte sich unbedingt über die richtige Pflege informieren, um lange etwas von der eleganten Konstruktion zu haben. Behandeln Sie das Holz daher regelmäßig mit einer Lasur, um Schäden von Witterung und Co. vorzubeugen.

Kosten & Baugenehmigung

Natürlich kommt es beim Preis ganz auf die angestrebte Größe an, wenn Sie einen Holzpavillon selber bauen wollen. Ein guter Tipp ist allerdings bei der Holzauswahl auf Fichte zurückzugreifen, um die Kosten im Rahmen zu halten. Nur die Bodendielen sollten aus einer etwas festeren Holzart bestehen, wie zum Beispiel Lärchenholz. Bei diesem Holz fällt auch die bei Bodenbelägen eher schwierig umzusetzende Oberflächenbehandlung weg.

Vor dem Bau sollte für den Gartenpavillon eine Baugenehmigung eingeholt werden. Das ist dann notwendig, wenn der Pavillon eine gewisse Höhe überschreitet oder Sie aus Platzgründen nicht ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück halten können. Erkundigen Sie sich frühzeitig beim Bürgeramt über die Regelungen, die für Ihren Standtort gelten. In einigen Bundesländern muss man grundsätzlich in jedem Fall eine Baugenehmigung einholen. Aber das sollte Sie keinesfalls davon abhalten, Ihren Traum vom eigenen Pavillon zu verwirklichen.

 

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