Remisen – Welche Holzart bietet sich an?

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Ein geschützter Platz im Garten, der nicht nur Gartengeräten und Fahrzeugen trocken hält. Immer mehr Gartenbesitzer funktionieren Remisen zu einem individuellen Gartenraum um, in dem es sich herrlich abschalten lässt. Was eine Remise ist, welche Hölzer in Frage kommen und in welcher Form sie sich nutzen lässt, ist jetzt Thema.

Was ist eine Remise?

Remisen sind offene, meist mit Dachziegeln gedeckte Unterstände im Garten, die von drei Seiten geschlossen sind. Ursprünglich kommen Remisen aus der Landwirtschaft, dort wurden und werden sie auch heute noch zum Abstellen von Geräten und Maschinen benutzt. Adaptiert an einen Privatgarten bieten Remisen einen geschützten Platz zum Unterstellen von Gartenmöbeln: Im Prinzip ist es eine überdachte Terrasse, die Sie – unter Berücksichtigung baurechtlicher Bestimmungen – überall im Garten aufbauen können.

Remisen aus Holz: Welche Holzart bietet sich an?

Heimische Hölzer sind für Remisen in Privatgärten eine gute Wahl. In Betracht kommen Laub- und Nadelhölzer. Laubhölzer sind im Vergleich zu Nadelhölzern schwerer, fester und härter. Holz von einheimischen Laubbäumen sind zum Beispiel Buche, Eiche, Robinie und Edelkastanie. Für die Verwendung im Garten bieten sich vor allem Eiche und Robinie an.

Nadelhölzer sind aufgrund ihres geraden Wuchses und der geringen Dichte als Bauholz beliebt. Wenn sie konstruktiv gut geschützt werden, weisen sie eine lange Lebensdauer auf. Nadelhölzer werden im Garten überwiegend verwendet. Vor allem heimische Hölzer wie Fichte, Tanne, Lärche und Douglasie kommen bevorzugt zum Einsatz. Die folgende Auflistung liefert einen Überblick der beliebten Holzarten für den Garten mit Vor- und Nachteilen. Die Vorteile sind dabei mit dem Zeichen „+“ markiert, die Nachteile entsprechend mit dem Zeichen „-“.

Holzarten-Baumstaemme
@ Couleur – pixabay.com

Eiche

Eichenholz ist ein wertvolles heimisches Holz, das unbehandelt im Garten sehr gute Dienste leistet. Es lässt sich gut verarbeiten und ist vielseitig einsetzbar.

+ hohe Dichte

+ muss nicht behandelt werden

+ witterungsbeständig

+ mittelhart bis hart

+ Fest und elastisch

+ haltbar

– schwer

– preisintensiv

– Inhaltsstoffe greifen Metall an und lassen es rosten

– Bauteile verschmutzen

 

Robinie

Robinienholz ist eines der schwersten und härtesten Hölzer aus heimischen Wäldern – sogar härter als Eiche. Auch hinsichtlich der technischen Eigenschaften übertrifft es diese. Problematisch ist es aufgrund seiner Neigung zum Drehwuchs.

+ hohe Dichte

+ witterungsbeständig

+ muss nicht behandelt werden

+ hart bis sehr hart

+ langlebiger als Eiche

– schwer

– Inhaltsstoffe sorgen für Korrosion an Bauteilen

– Bauteile verschmutzen

– preisintensiv

 

Fichte

Die Fichte gilt als mäßig schwinden und sie gleicht sich der Umgebungsfeuchte in einem langsamen Tempo an. Fichtenholz lässt sich gut bearbeiten und auch die Oberflächenbehandlung verursacht keine Probleme.

+ geringes Gewicht

+ gutes Verhältnis zwischen Festigkeit und Elastizität

+ ideales Bau- und Konstruktionsholz

+ preisgünstig

+ mit geeigneten konstruktiven Holzschutz langlebig

+/- sichtbare Jahrringstruktur

– muss behandelt werden

– geringe Dichte

– ohne geeigneten Schutz kurzlebig

Fichte-Holz-Jahresringe
@ Couleur – pixabay.com

Tanne

Tanne ist so schwer wie Fichte, mitunter leichter. Die Festigkeitseigenschaften lassen sich ebenfalls mit Fichtenholz vergleichen. Die Tanne weist einen mäßigen Schwund auf. Für Oberflächenbehandlungen ist sie empfänglich.

+ keine Harzkanäle

+ beständig gegen Säuren und Laugen

+ hält Wasser gut stand bzw. reagiert träge auf Feuchtigkeit

+ als Bau-Konstruktionsholz gut geeignet

+ preisgünstig

+ konstruktiver Holzschutz verlängert Nutzungszeitraum

+ mit Kesseldruckimprägnierung zufriedenstellende Haltbarkeit

– geringe Dichte

– ohne besonderen Schutz kurzlebig

– muss behandelt werden

– bei Astlöchern und unregelmäßigem Faserverlauf vorbohren empfehlenswert

 

Lärche

Das Splintholz der Lärche ist hell und das Kernholz reicht bis in den Farbton hellbraun. Es dunkelte aber deutlich nach. Lärchenholz wird im Außenbereich gerne verwendet, nicht nur als Gartenholz, sondern auch im Brückenbau, im Erd- und im Wasserbau.

+ schwerstes und härtestes Holz unter den heimischen Nadelhölzern

+ mittlere Haltbarkeit

+ preisgünstig

+ unkompliziert in der Verarbeitung

+ witterungsbeständiger als alle anderen Nadelhölzer

+ vielseitig einsetzbar als Bau- und Konstruktionsholz

+ ideal für Verwendung im Freien geeignet

+ bei konstruktiven Schutz lange Haltbarkeit

– harzhaltig

– Splinthölzer besser Kesseldruck-imprägnieren

– sollte behandelt werden

 

Douglasie

Douglasie aus heimischen Wäldern findet häufig bei Holzterrassen Anwendung. Es lässt sich gut handhaben, obwohl ein Vorbohren beim Nageln und Schrauben empfehlenswert ist.

+ markante Zeichnung

+ mittlere Haltbarkeit

+ konstruktiver Schutz verlängert Haltbarkeit

+ beliebtes Gartenholz

+ vorbohren vor dem Schrauben erforderlich

– muss behandelt werden

– lange Ablagerung nötig

– nur eingeschränkt imprägnierfähig

 

Unsere Empfehlung: Lärchenholz für Remisen

Im Hinblick auf die Witterungsbeständigkeit, auf die Einsatzmöglichkeiten und das Preis-Leistungsverhältnis gehört Lärche von heimischer Herkunft zu den bevorzugten Hölzern im Garten. Da durch konstruktiven Holzschutz die Haltbarkeit deutlich verlängert werden kann und Sie die Oberfläche beliebig einfärben können, ist der individuelle Einsatz für Remisen im Garten ideal.

Remise für den Garten: Zusätzlicher Wohnbereich mitten im Grünen

Remise-aus-Holz-im-GartenHolz als natürlicher Werkstoff ist für Remisen eine gute Wahl. Remisen haben den Vorteil, dass sie einen geschützten Platz bieten und dennoch das Gefühl des direkten Kontakts zur Umgebung vermitteln. Sitzen Sie im Schutz einer Remise, genießen Sie die laue Sommerluft und das schimmernde Licht unmittelbar. Sie riechen den Duft der Blumen, Sie hören die Bienen summen und Sie sehen die sich im Wind wiegenden Blätter und Blüten – herrlich. Ein Regenguss kann Ihnen nichts anhaben, im Gegenteil. Manchmal wird es gerade dann besonders gemütlich unter dem Schutz des sicheren Gebäudes.

Nutzen Sie den einladenden Raum der Remise nicht dauerhaft als Sitzplatz, bietet er sich zum Abstellen regelmäßig genutzter Utensilien, Werkzeuge und Geräte an:

  • Aufsitzrasenmäher, Vertikutierer, Schredder und anderes mehr können Sie hier leicht zugänglich und trotzdem trocken unterbringen.
  • Auch als Lager für Gartengeräte, Erde, Töpfe, Gartenmöbel, Fahrräder und Wasserschläuche sind Remisen geeignet.
  • Eine Remise ist bietet sich als Stellplatz für Autos, Motorräder, Anhänger und Fahrzeuge aller Art an. Dann ersetzt sie Garage und Carport.
  • Halten Sie Ziegen oder Schafe, Hühner oder Kaninchen? Dann ist in der Remise der geeignete Ort, um Futter und Streu zu lagern oder sogar einen Unterschlupf einzurichten. Da große Remisen eine gewissen Höhe erreichen, bietet sich die Hochlagerung von Streu unter dem Dach an.

Remisen sind in guter Qualität als Bausatz bei steda zu haben. Sie wählen aus unterschiedlichen Größen aus und lassen sie sich innerhalb weniger Tage liefern. Die Montage können Sie mit etwas handwerklichem Geschick selbst durchführen. Informieren Sie sich vorab über die geltenden Bauvorschriften in Ihrer Gemeinde und informieren Sie Ihre Nachbarn über den geplanten Bau, falls Ihre Remise dicht an der Grenze errichtet werden soll. Freue Sie sich auf den neuen Ort der Entspannung in Ihrem Garten, den Sie mit bequemen Loungemöblen noch gemütlicher gestalten können.  

 

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