Sichtschutz für kleine Gärten

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Kleine Gärten werden von Bewohnern oft als erweiterter Wohnraum betrachtet. Die Terrasse am Haus verbindet drinnen und draußen, eine schattenspendende Überdachung sorgt für Schutz gegen Wind und Wetter. Hier lassen sich private Gespräche führen, ein geruhsamer Feierabend verbringen, gemeinsam essen oder völlig entspannt sonnenbaden. Der Sichtschutz im kleinen Garten spielt eine große Rolle, denn er beeinflusst den Nutzwert des Grundstücks. Mit ihm steht und fällt die Privatsphäre, die umso wichtiger ist, je enger der Garten ins tägliche Leben eingebunden ist.

Welche Arten von Sichtschutz eignen sich für einen kleinen Garten?

In kleinen Gärten kommt es auf jeden Quadratmeter an. Deshalb sind schlanke Lösungen grundsätzlich eine gute Wahl. Gleichzeitig müssen Sie die Ausrichtung des Gartens beim Gestalten mitberücksichtigen. Denn die Lage und Besonnung spielt bei der Entscheidung für oder gegen ein Material eine Rolle.

Pflanzen als Sichtschutz

Formschnitt-Hecken, berankte Zaunelemente oder bienenfreundliche, freiwachsende Blütenhecke: Wenn Sie sich für die Idee erwärmen können, Pflanzen als Sichtschutz im kleinen Garten zu nutzen, sollten Sie im Zweifel einen Fachmann zurate ziehen. Immergrüne und wintergrüne Hecken sorgen rund ums Jahr für Sichtschutz. Vorteilhaft ist, dass Sie gut als optischer Hintergrund für Staudenbeete dienen. Vor dem Laub kommen die Blüten besonders gut zur Geltung. Als Alternative kommt eine freiwachsende Blütenhecke in Betracht, wobei diese verhältnismäßig viel Platz beansprucht. Mit 150 bis 200 Zentimetern Platzbedarf in der Breite müssen Sie mindestens rechnen.

Wichtig: Der Standort nebst Bodenverhältnisse muss zu den Pflanzen passen, damit sie gedeihen.

 

Gartenzaun als Sichtschutz

Mit einem geringen Platzbedarf punkten Gartenzäune. Zaunelemente sind in vielfältigen Ausführungen zu haben. Es gibt sie aus unterschiedlichen Materialien, so zum Beispiel aus Aluminium, Edelstahl, Kunststoff oder Glas. Neben den genannten Materialien gibt es zudem Zaunelemente aus Holz. Das Design reicht von elegant über modern bis hin zu urwüchsig. Das Angebot von Sichtschutzelementen ist so breit, dass Sie für Ihren Garten sicherlich eine optisch passende Lösung finden.

Wichtig: In stark besonnten Gärten ist es ratsam, perforierte Elemente zu nutzen oder helles Material zu wählen. Dunkle Elemente können sich unter Umständen stark erwärmen und das Mikroklima beeinflussen.

Zaunelement
Zaun Triton – steda

Gabionen als Sichtschutz

Gabionen erfreuen sich wachsender Beliebtheit, auch wenn sie nicht jedermanns Sache sind. Sie sind praktisch und vielseitig nutzbar. Die mit Felsen und Steinen gefüllten offenen Drahtkörbe wirken auf manchen Gartenfreund allerdings wenig einladend. Dagegen haben wir diese Tipps:

– Nutzen Sie die Gabionen als vertikale Rankhilfe und pflanzen Sie schnellwachsende und reichblühende Kletterpflanzen oder früchtetragende Kiwis oder Weintrauben. Diese mildernd den rauen Eindruck und schenken einem kleinen Garten ein Plus an Blüten und Früchten.

– Wählen Sie Steingartengewächse für die Zwischenräume der Steine. Steingartengewächse mögen den kargen, trockenen Standort und entwickeln sich prächtig.

Wichtig: Steine speichern die Hitze der Sonnenstrahlen und geben nach Sonnenuntergang wohlige Wärme ab – das ist ideal für geschützte Sitzplätze in kleinen Gärten.

 

Vorteile und Nachteile der Sichtschutzarten im Überblick

 

Sichtschutzvariante  Vorteile Nachteile
Pflanzen lebendig, farbenfroh, Bienenweide/Insektenweide/Unterschlupf und Nahrung für Vögel und anderes Kleingetier
  • pflegeaufwendiger, im Vergleich zu anderen Lösungen, raumgreifend
Sichtschutzzaun schmal, in vielen Designs zu haben, dauerhafte Lösung, keine Pflege nötig, z. T. mit Rankpflanzen zu begrünen

 

  • erfordert handwerkliches Geschick
  • können in heißen Sommern sehr warm werden

 

Gabionen schnell zu errichten, Lärmschutz, in verschiedenen Farben erhältlich, lassen sich begrünen, speichern Wärme, Lebensraum für Steingartenpflanzen, in sonnigen Lagen auch für Kiwis und Weintrauben, Rankhilfe für Kletterpflanzen
  • erfordern handwerkliches Geschick und Kraft
  • optisch massiv

 

Gartengestaltung mit Sichtschutz: Darauf müssen Sie achten

Ganz gleich für welchen Sichtschutz Sie sich entscheiden, müssen Sie sich an bauliche und nachbarschaftsrechtliche Vorschriften halten. Generell gelten die Landesbauordnung, das Nachbarschaftsrecht sowie die örtlichen Vorschriften in Ihrer Gemeinde. Aufgrund der unterschiedlichen Regelungen raten wir Ihnen dazu, sich vor Errichtung einer Einfriedung zuerst zu informieren. Beachten Sie, dass ein Zaun direkt auf der Grenze rein rechtlich als Grenzschutzanlage eingestuft wird und nicht den Vorschriften einer Einfriedung unterliegt. Als Faustregel lässt sich sagen, dass Sie Zäune nur dann direkt auf der Grenze bauen dürfen, wenn Ihr Nachbar einverstanden ist. Andernfalls müssen Sie an die Vorgaben in Ihrer Gemeinde halten und einen Mindestabstand zur Grundstücksgrenze einhalten, zum Beispiel 30 oder 50 Zentimeter. Die Höhe einer Einfriedung darf in der Regeln 180 cm nicht überschreiten.

Wenn Sie einen höheren Sichtschutz ziehen wollen, ist in vielen Gemeinden eine Genehmigung erforderlich. Außerdem gilt oft ein erweiterter Mindestabstand zur Grenze, zum Beispiel 3 Meter.

Nachbarn fragen oder Abstand halten

Sichtschutzelemente sind für kleine Gärten ideal, weil sie nur wenig Platz beanspruchen und außerdem als Rankhilfe dienen können. Sind Sie sich mit dem Nachbarn einig, dürfen Sie den Zaun auf der Grenze errichten. Stimmt er nicht zu, müssen Sie Abstand halten!

 

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