Tiny Haus – Komplex der Zukunft?

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was ist ein tiny haus house
Quelle: Wikipedia

Das Tiny House hat seinen Ursprung in den USA und wird sinngemäß übersetzt in Deutschland winziges Haus genannt, wobei auch der Begriff Tiny Haus genutzt wird. Diese Gebäude sind für ein kostenreduziertes Leben entwickelt worden. Doch mit der Zeit hat sich der Stellenwert solcher Objekte um ein vielfaches erhöht und auch die Einsatzmöglichkeiten sind wesentlich breiter aufgestellt.

Was ist ein Tiny Haus?

Ein Tiny House ist, wie kurz schon angedeutet, ein winziges Haus, welches in der Regel eine Größe von bis zu 45 Quadratmetern. Hierzu ist allerdings anzumerken, dass es keine klare Definition gibt, was die Größe von einem Tiny House betrifft. Somit kann sich dieser angegebene Wert in manchen Situationen auch nach oben verschieben. Aufgrund der Größe können bei solchen Komplexen zahlreiche Kosten, wie beispielsweise Nebenkosten eingespart werden.

Quelle: Wikimedia – www.rolling-tiny-house.de, Rolling Tiny House GmbH, Neumünster

Dies stellt den Fokus dar, worauf sich die Entwickler bei diesem Produkt konzentriert haben. Mittlerweile ist es jedoch so, dass diese Gebäude weit mehr Möglichkeiten bieten als dies zur damaligen Zeit wohl angedacht war.

Daraus ergibt sich für Dich natürlich sicherlich die Frage, welche Vorteile Dir ein solches Gebäude geben kann. Nun, der Kostenfaktor wurde ja hier bereits benannt. Es ist kein Geheimnis, dass ein Komplex, der über eine geringe Größe verfügt, auch weniger Energie benötigt, um die gleiche Effektivität zu erzeugen, wie ein großes Gebäude.

In der heutigen Zeit spricht man daher auch vom nachhaltigen Wohnen. Sowohl die Kostenreduzierung als auch der Schutz der Natur stehen bei vielen Menschen im Fokus. Wenn dies auch für Dich ein entscheidender Punkt ist, hast Du hier ein Argument, was ganz klar für die Wahl eines solchen Produktes steht. Aber natürlich ist nicht nur die Nachhaltigkeit ein wichtiges Detail von einem Tiny House.

Ein Tiny House kann sehr flexibel eingesetzt werden. Sowohl für den alltäglichen Gebrauch als natürlich auch in Form eines Ferienhauses bzw. einer Ferienwohnung. Dazu kannst Du einfach mal folgenden Vergleich annehmen. Du hast eine Region, die Dir ganz besonders am Herzen liegt und die Du sehr gern und sehr häufig besuchen möchtest.

Nehmen wir hier einfach mal ein Skigebiet als Beispiel. Die ständige Anmietung von Wohnfläche, um den Ort besuchen zu können, kann sehr schnell ins Geld gehen. Gleiches gilt hier für den Kauf eines Hauses. Wie Du sicherlich weißt, sind die Kosten für Wohnräume und Wohnkomplexe in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für zahlreiche andere Länder in Europa und der Welt.

Ein Tiny House bietet Dir daher eine optimale Zwischenlösung. Du hast hier einen Komplex der ganz Dir gehört und zugleich sehr kompakt ist und somit keine hohen Kosten produziert, selbst wenn Du nicht da bist. Des Weiteren benötigt ein Haus über die Zeit hinweg immer wieder Wartungsarbeiten, die auch höhere Gelder verschlingen können. Auch dies kann sicherlich nicht in Deinem Interesse sein, wenn Du diesen Komplex nur als eine Art Ferienhaus nutzen möchtest.

Du kannst also hier schon ziemlich deutlich die einzelnen Vorteile eines solchen Gebäudes erkennen. Doch es gibt noch einen Faktor, der dafür verantwortlich ist, dass diese Gebäudearten in den Fokus gerückt sind.

Wer eine Messe besuchen möchte, kann mittlerweile ebenfalls auf solche Gebäude zurückgreifen und sich hier einmieten. Das bietet den Vorteil, dass der Kostenaufwand um ein vielfaches geringer ist, als dies bei einem Hotel der Fall wäre. Auch große Unternehmen nutzen mittlerweile solche Gebäude, um Meetings überall auf der Welt abhalten zu können. Wie in der Einleitung schon angedeutet, gibt es sehr viele Einsatzmöglichkeiten für diese Gebäude, die sich erst im Laufe der Jahre herauskristallisiert haben.

Dies führte zugleich auch dazu, dass zahlreiche Unternehmen sich verstärkt auf den Bau von solchen Gebäuden konzentrieren. Was Dir das für einen Vorteil bringt? Ganz einfach, desto mehr Unternehmen solche Gebäude verkaufen möchte, desto größer ist auch der Konkurrenzkampf, was dazu führt, dass die Preise optimiert werden. Kurz gesagt, durch diese Situation kannst Du mittlerweile sehr viel Geld sparen.

Die Geschichte und Entwicklung solcher Gebäude

Es wird wohl unglaublich für Dich klingen, aber die Idee von einem Tiny House entstand bereits in den 1920er Jahren. Das Prinzip damals ähnelt dem der heutigen Zeit, wenn auch die Grundüberlegung etwas anders gedacht war. In den 1920er Jahren wollte man die Mobilität, die damals gerade im Aufschwung war, mit der Wohnmöglichkeit kombinieren.

Tiny House
(Quelle: Wikipedia)

Das fahrende Dach über dem Kopf, so die Idee, die hier aufgebaut werden sollte. Doch die Nachfrage, wohl auch aufgrund der technischen Möglichkeiten, hielt sich zu dieser Zeit noch in Grenzen. Im Jahr 1973 waren es Bob Easton und Llyod Kahn, die dieses Thema wieder in den Fokus rückten.

Mit einer Dokumentation wollten sie das Interesse der Menschen an dieser Idee auf ein neues wecken. Doch auch hier konnte noch kein echter Durchbruch verzeichnet werden. 1987 wurden zwei Bücher zu diesem Thema veröffentlicht, die die Situation erneut anstießen und nochmals die Möglichkeiten darstellt.

Der richtige Durchbruch wurde dann aber erst im Jahr 1988 erzielt als Sarah Susanka ihr Buch „The Not So Big House“ herausbrachte. Das war der Grundstein für das spätere „Tiny House Movement“, welches von Jay Shafer ins Leben gerufen wurde. Von dort an, war der Hype um diese Gebäude nicht mehr aufzuhalten. Erst in den USA und später dann auf der ganzen Welt.

Hier ein 3D Innenraum von Rolling Tiny House GmbH aus Neumünster

Welche verschiedenen Arten gibt es?

Bei einem Tiny House kannst Du zwischen verschiedenen Varianten wählen, die sich sowohl im Aufbau des Komplexes als auch in der Größe sowie Nutzbarkeit unterscheiden. Damit Du dies etwas besser nachvollziehen kannst, soll Dir dieser Punkt mal etwas detaillierter beschrieben werden. Stell Dir einfach mal eine Situation wie diese hier vor:

Wenn Du ein Haus bauen möchtest, werden Dir die unterschiedlichsten Varianten angeboten. Soll das Haus eher in die Höhe oder eher in die Breite gebaut werden? Welche Größe soll das Gebäude im Gesamten haben? Welche technischen Features sind für Dich wichtig?

Prinzipiell kannst Du hier jedes noch so kleine Detail mitentscheiden und demnach einen Komplex erstellen, der voll und ganz auf Deine Wünsche zugeschnitten ist. Doch es gibt hier natürlich auch Nachteile. Du musst ein passendes Bauland finden, welches erschlossen sein muss oder erschlossen werden muss. Du musst zahlreiche Richtlinien einhalten, was den Bau selbst angeht.

Es ist also neben den zahlreichen Vorteilen, die Dir durch die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten geboten werden, auch teilweise eine echte Herausforderung, wenn es darum geht, den Komplex dann wirklich zu errichten bzw. errichten zu lassen.

Bei einem Tiny House hingegen bleiben Dir solche Dinge zum größten Teil erspart, wenn auch das Grundstück ebenfalls erschlossen sein muss. Allerdings gibt es beim Tiny House hier auch zahlreiche Ausnahmen, die von Region zu Region unterschiedlich sein können.

Dies bietet Dir also eine größere Flexibilität. Darüber hinaus musst Du aber nicht auf irgendwelche Auswahlmöglichkeiten verzichten. Du kannst hier das Tiny House ebenso nach Deinen Wünschen gestalten, wie dies auch bei einem normalen Haus der Fall wäre.

Darüber hinaus gibt es auch deutlich mehr Aufstellmöglichkeiten, wie Du später im Text noch sehen wirst. Aber bleiben wir zunächst erst einmal bei den wesentlichen Vorteilen. Du kannst sowohl die Größe als auch die Ausstattung selbst bestimmen. Dabei sei nochmal angemerkt, dass es keine klare Definition gibt, was die Größe eines solchen Gebäudes angeht.

Dein Komplex könnte also auch beispielsweise über eine Größe von 60 Quadratmetern verfügen und dennoch als Tiny House gelten. Erst bei einer Größe von über 90 Quadratmeter würde man eher von einem kleinen Haus sprechen als von einem Tiny House. Bei dieser Größe würden Dir allerdings auch viele Vorteile entfallen, was die Einsparungen betrifft, die Dir ein Tiny House sonst bieten würde.

Ein Tiny House soll ja gesundsparend aufgebaut sein, wie dies in der heutigen Zeit so gern genannt wird. Also ein nachhaltiger Aufbau, der komplex ist und zugleich alle Deine Wünsche erfüllt.

Schäden durch Stürme sind auch ein Thema beim Tiny House

Wer sich ein Tiny House gönnt, sollte in Sachen Versicherung allerdings gut aufpassen. Denn diese alternativen Wohnformen sind oft in exponierten Lagen oder auf Campingplätzen zu Hause.

Das bedeutet, dass sie Naturgefahren wie Stürmen besonders ausgesetzt sind. Die Versicherung eines Tiny Houses gegen Sturmschäden ist daher nicht bei allen Versicherungen zu vernünftigen Konditionen möglich.

Wenn du ein Mini-Haus dein Eigen nennst, solltest du beim Versicherungsschutz klug wählen und möglichst viele Angebote vergleichen. Die jeweiligen Leistungen und Varianten sind oft unter der Kategorie Mobilheim-Versicherung oder Dauercamping-Versicherung auf den Websites der Versicherungsunternehmer zu finden.

Wie bei Schäden an Terrassendächern ist es zudem wichtig, Beschädigungen gut mittels Fotos zu dokumentieren. Je nach Ausmaß der Sturmschäden begutachtet ein Sachverständiger der Versicherung den Schaden vor Ort.

Oft genügt es aber, sein Geld mittels der Bildaufnahmen und eines Kostenvorschlags für die Reparaturen anzufordern.

Wo kannst Du Dein Tiny Haus aufstellen?

Ein Tiny House muss auf einem erschlossen Grundstück aufgestellt werden, so der Gesetzgeber. Aber, natürlich gibt es hier auch wieder Ausnahmen, auf die Du Dich beziehen kannst. Dabei musst Du aber darauf achten, in welcher Region Du Dich befindest. Je nach Region kann die Gesetzeslage hier anders sein.

Dies gilt nicht nur für das Aufstellen eines solchen Gebäudes, sondern auch für die Anmeldung. Wenn Du beispielsweise Dein Tiny House als Erstwohnsitz anmelden möchtest, dann ist das nicht in jeder Region erlaubt. Hier solltest Du Dich also vorab informieren, wo und mit welchen Bedingungen dies möglich ist.

Zu empfehlen ist es hier, wenn Du Dich direkt an die Stadt wendest, in der Du womöglich Dein Tiny House aufstellen möchtest. Die Mitarbeiter der Stadt können Dir genau sagen, welche Bedingungen Du erfüllen musst, um das Haus aufstellen zu dürfen sowie es auch, als Erstwohnsitz angeben zu können.

Prinzipiell gilt hier: Es gibt immer Möglichkeiten, nur diese muss man vorab bei den Verantwortlichen erfragen. Es ist also lediglich nur ein etwas höherer Zeitaufwand für Dich, den Du hier in Kauf nehmen solltest.

Tiny House Beispiele

Auf welche Kosten musst Du Dich einstellen?

Die wohl wichtigste Frage, die sich für Dich stellen wird, ist jene nach den Kosten für ein Tiny House. Wenn Du jetzt hier eine Zahl erwartet hast, dann wirst Du leider enttäuscht werden, denn man kann hier nicht einfach einen Preis benennen, der generell Gültigkeit hat.

Das lässt sich auch ganz einfach erklären. Wie Du ja oben schon gesehen hast, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, was den Aufbau und die Ausstattung eines Tiny Houses betrifft. Demnach verändern sich hier natürlich auch die Kosten. Dies ist bei einem herkömmlichen Haus nichts anderes.

Du kannst Dir aber für Deine Idee bzw. Deine Vorstellung von einem jeweiligen Tiny House verschiedene Angebote von Herstellern einholen und diese miteinander vergleichen. So kannst Du am besten das optimale Preis- / Leistungsverhältnis ermitteln.

Auch eine persönliche Beratung kannst Du bei dieser Überlegung mit hinzuziehen. Aber, an dieser Stelle solltest Du auch bedenken, dass solche Beratungen oftmals nicht kostenfrei sind. Informiere Dich also immer im Vorfeld, damit Du nicht zusätzliche Kosten verursachst, die eigentlich nicht notwendig gewesen wären.

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