Garten gestalten – Einfache und vielfältige Möglichkeiten

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Garten gestalten

Als Erstes solltest du dir überlegen, ob du ein Farbkonzept oder einen bevorzugten Gartenstil bei der Gartengestaltung möchtest. Ein ästhetisches Gesamtbild setzt sich zusammen aus der richtigen Kombination von Blumen und Pflanzen sowie baulichen Elementen.

Ideen für die Gartengestaltung

Zu Beginn erfolgt die grobe Aufteilung der Fläche. Mit der Ausformung von der Fläche erhält der Vorgarten und Garten die ersten Konturen. Am markantesten wirkt das Ergebnis, wenn ein konsequenter Stil durch runde oder rechteckige Formen geometrisch bepflanzt wird. Alternativ kann der Vorgarten mediterran gestaltet werden.

Gärten mit geschwungenen Linien, fließenden Übergängen zwischen benachbarten Flächen und frei wachsenden Pflanzen sind das Gegenstück. Bei der Mischung sollte der Schwerpunkt der Gestaltung an ausgewählten Stellen erfolgen.

Garten Sitzecke

Kosten bei der Gartengestaltung

Die Kosten der Gartengestaltung sind abhängig davon, ob es sich um einen Neuanfang, eine Wiederherstellung oder Veränderung handelt. Wenn du den Garten einer Renovation unterziehen willst, erzielst du unter Umständen bereits mit der Umgestaltung von kleinen Bereichen eine große Wirkung.

Wissenswert:
Die spiegelgleiche Aufteilung der Fläche mit klaren Formen haben die Wirkung von Symmetrie und Harmonie. Mit der seitlichen Bepflanzung von geraden Wegen erreichst du eine räumliche Tiefe für die Optik.

Farben

Weiße oder helle Farben und blaue Blüten am Ende des Gartens sind eine Möglichkeit, um den Garten nicht belanglos wirken zu lassen. Blumen und Pflanzen mit warmen und dunkelfarbige Tönen im Vordergrund wirken näher. Der Gesamteindruck wird zudem von der Struktur der Blätter von Sträuchern und Bäumen geprägt. Sträucher und Bäume mit großem Laub sowie Pflanzen mit einer feinen Struktur lassen lange und schmale Gärten kürzer wirken. Versetzte Pflanzen vermitteln ein angenehmes Umgebungsgefühl.

Gartenwege planen

Wege sollten mit der passenden Bepflanzung natürlich wirken und im Gesamtbild eine Harmonie bilden. Sie sind wichtige Elemente, welche verschiedene Abschnitte verbinden. Die vorgängige Planung der Wege verschafft Klarheit über die Nutzung der verschiedenen Bereiche. Zur Orientierung bieten sich die Beete oder ein Teich an.

Eine zentrale Rolle bei der Wahl vom Material spielen Funktion, Haltbarkeit und Ästhetik. Für Wege, welche selten genutzt werden, sind Kies, Splitt oder Rindenmulch ideal. Um zu verhindern, dass sich loses Material nicht in angrenzende Flächen verflüchtigt, bietet sich eine Randeinfassung an. Für die Hauptwege eignen sich Naturgestein, Platten- oder Pflasterbeläge, wenn es sich anbietet, mit Verzierungen. Eine kostengünstigere Alternative bieten Beläge aus Betonsteinen. Bei integrierten Holzstegen muss bei Nässe die Rutschgefahr berücksichtigt werden.

Gartenweg

Rasenflächen

Rasenflächen bieten eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten. Eine große Fläche kann mit Steinplatten unterbrochen werden. Im Umkehrverfahren lockert ein Bereich aus Steinen oder Pflaster die Fläche auf.

Wissenswert:
Störende Schwellen beim Rasenmähen lassen sich verhindern, indem Pflastersteine oder Platten tiefer eingesetzt werden. Grundsätzlich sollte der Rasen höher als die angrenzenden Beete, Wege und Zierwege liegen. Diese können mit einem Stahlband eingefasst und Ziersteinen verschönert werden.

Planung von Beeten

Gemischte Blumenbeete mit Stauden und Ziersträuchern sind immer ein schöner Blickfang, zumal sie eine große Vielfalt an Formen und Farben bieten. Die Form sollte zudem ins Bild passen. Eine klare Gliederung von Rasen, Pflasterfläche und Beet bieten die klassischen Beete, welche sich entlang der Gartengrenze ziehen. Während enge Winkel und Kurven meist künstlich wirken, sorgen Kanten mit weitem Schwung für fließende Formen. Inselbeete finden sich in der Mitte der Pflaster- oder Rasenfläche.

Der Schwerpunkt mit dem Verlauf von den Jahreszeiten ist eine Möglichkeit, sich von Frühjahr bis Herbst an der Blütenpracht zu freuen. Mindestens acht Quadratmeter sind die Voraussetzung für die Kombination von der prächtigen Blütenwirkung zu jeder Jahreszeit. Der Fokus bei einer kleineren Fläche liegt bei ein bis zwei Jahreszeiten.
Mit der Gestaltung nach dem Farbkreis erreichst du mit Kontrast- oder Einklangfarben.

Zäune, Hecken und Mauern

Wind-, Sicht- und Lärmschutz können durch Zäune, Hecken und allenfalls Mauern erzielt werden. Diese sorgen für Strukturen innerhalb des Gartens. Zur Entscheidung, womit du den Garten abgrenzen willst, solltest du dir im Klaren sein, ob dir der Sichtschutz oder die Sicherheit wichtiger ist. Entscheidend sind der verfügbare Platz sowie die Kosten.

Ein ganzjähriger und farbenprächtiger Sichtschutz bietet die Blütenhecke mit Stauden und Sträuchern. Innerhalb des Grundstücks kann mit baulichen Raumteilern und Hecken eine spannende Struktur und geschaffen werden. Wind- und Sichtschutz sowie die Trennung von Gartenräumen bieten hohe Begrenzungen und können Gartenbereiche voneinander abtrennen.

Wenn es sich um ein größeres Bauvorhaben handelt, solltest du im Vorfeld abklären, ob eine Genehmigung notwendig ist. Je nach Wohnort und Gegebenheit ist es nicht undenkbar, dass die Beschaffenheit, das Material und die Höhe eine Genehmigung erfordern.

Am richtigen Platz bieten Trockenmauern oder Gabionen, in welchen die Pflanzen wachsen sowie ein Rosentor schöne Abgrenzungen.

Gartenhecke

Passende Blumen- und Staudenkombinationen

Früh blühende Stauden sind ein Vorteil, wenn die Blumen verblüht sind und vervollständigen das Beet. Anschließend an die Schneeglöckchen harmonieren Blaukissen, Christrosen, Hyazinthen, Krokusse, Tulpen, Narzissen, Steinkraut und Vergissmeinnicht. Zur Ergänzung bieten sich Pflanzen mit dekorativen Blättern an. Eine ebenfalls gute Kombination zu früh blühenden Blumen sind Geranien und Purpurglöckchen. Zu späten Tulpen passen Katzenminze, Pfingstrosen und Wolfsmilch.
Welk werdende Blumen können mit Stauden kaschiert werden.

Der Einfluss vom Klima kann mit kleinen Tricks beeinflusst werden. Bei einer Hausmauer beispielsweise, welche sich zu stark aufheizt, können Blumen und Pflanze durch die hohe Wasserverdunstung nicht wirklich gedeihen. Eine Alternative sind Kletterpflanzen zur Verbesserung des Kleinklimas. Sträucher und Bäume speichern ebenfalls viel Wasser und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Bei der Auswahl sollte der Standort mit den richtigen Lichtverhältnissen berücksichtigt werden. Nicht alle Blumen und Pflanzen vertragen das direkte Sonnenlicht. Nicht zu vergessen ist der Klimawandel, der gemäß den Klimaforschern in Zukunft einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Blumen, Pflanzen und Bäume haben wird.

Die richtige Pflanzzeit

Blumen und Zierpflanzen sind ideal für die Farbgebung und die optischen Akzente. Beschränke dich nicht nur auf eine Optik oder Blütenfarbe. Hilfreich bei der Auswahl ist die richtige Pflanzzeit.

Frühjahr und Herbst

Im Frühjahr muss noch mit möglichem Frost gerechnet werden. Im Herbst werden Blumen und Stauden gepflanzt, welche mit tieferen Temperaturen gut zurechtkommen, beispielsweise Rosen und Stiefmütterchen.

Im Herbst sollte mit der Pflanzung nicht zu lange gewartet werden, damit Blumen und Pflanzen noch genügend warme Tage zur Vorbereitung auf den Winter zur Verfügung haben.

Im Spätsommer und Herbst ist der Boden noch warm und bereits feucht genug, so dass die Zwiebeln gut anwachsen.

Tulpen können auch im Herbst gesetzt werden, wenn sie vorgekeimt sind. Maiglöckchen gedeihen auch im Frühling nach der versäumten Pflanzung im Herbst.

Alpenveilchen werden im Frühjahr gepflanzt und blühen im Februar des Folgejahres.

Wissenswert
Die beste Wirkung wird durch die Pflanzung in Gruppen erzielt.

März und AprilEnde April bis MaiAugustOktoberSeptember bis Dezember
BegonienDahlieHerbstzeitlosenAnemoneBlaustern
DrachenwurzFrühlingssternKrokusKaiserkroneFrühjahrs-Krokus
SchmucklilienGartengloxinieMadonnenlilienMaiglockenGartenhyazinthe
SommerhyazintheGladioleMärzenbecherHasenglöckchen
TigerblumeGlückskleeSchneeglanzKap-Milchstern
HahnenfußZahnlilieNarzisse
Indisches BlumenrohrSchneeglöckchen
JakobslilieSchwertlilie (Iris)
SterngladioleTulpe
Krokus Blume

Vor- und Nachteile von Gärten und Vorgärten

In jedem Garten und Vorgarten gibt es Vor- und Nachteile für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Blumen und Pflanzen Im Vorgarten bieten Insekten und Vögeln einen Rückzugsort und Nahrung. Diese lassen keinen Platz für Wildkraut, da die idealen Bedingungen für das Wachstum fehlen, sodass sich die Wildkräuter nicht ausbreiten können. Bei einem Vorgarten mit Kies oder Schotter kann sich beispielsweise Moos festsetzen.

Versickerungsfläche für Regenwasser

Ein bepflanzter Vorgarten entlastet einerseits die Kanalisation und andererseits trägt unterstützt er die Neubildung von Grundwasser.

Sichtschutz

Kleine Bäume und hohe Gräser im Vorgarten sind ideal für den geschützten Eingangsbereich. Pflanzen spenden Schatten, kühlen und reinigen die Luft und binden den Feinstaub. Die Bepflanzung von Vorgärten wirkt sich unter anderem auf die Wohnqualität aus.

Ein mit Kreativität und liebevoll gestalteter Vorgarten lässt sich mit wenigen Mitteln umsetzen und trägt zur Freude von Bewohnern und Gästen gleichermaßen bei.

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