Naschgarten anlegen

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Während ein Hochbeet auf dem Balkon sich in erster Linie für Kräuter und Gemüse eignet, erfreut ein sogenannter Naschgarten vor allem die Kinder. Mit reichlich Obst versehen, ist er nicht nur bunt und schön anzusehen, sondern lädt auch zum Naschen ein. Wir verraten dir, welcher Standort sich dafür am besten eignet, welche Pflanzen geeignet sind und welchen Nutzen der kleine Garten noch hat.

Der perfekte Ort für deinen Naschgarten

Da in einem Garten zum Naschen möglichst viel Obst und auch Gemüse zum direkten Verzehr reifen soll, wähle am besten einen möglichst sonnigen Standort. Vor allem Beerenobst liebt die Sonne und dankt dir einen solchen Standort mit einem höheren Ertrag und süßeren Früchten. Auch wenn du keinen eigenen Garten hast, kannst du einen solchen Garten auf dem Balkon oder der Terrasse anlegen. In kleinen Töpfen oder andern Pflanzbehältnissen lassen sich hervorragend Mini Naschgärten anlegen. Neben ausreichend Sonnenschein sind vor allem ein nährstoffreicher Boden und ausreichend Wasser wichtig für das Gedeihen deiner Pflanzen.

Selbst ein Hochbeet eignet sich hervorragend für diverse Früchte wie Erdbeeren oder Himbeeren. Informiere dich vor dem Anlegen allerdings, welche Pflanzen sich gut miteinander vertragen, denn hier stehen sie auf engstem Raum beieinander. Einen Pflanzplan für Mischkulturen solltest du immer im Kopf behalten.

Hochbeete haben gleich mehrere Vorteile: Während der Gartenarbeit schonst du aufgrund der bequemen Arbeitshöhe deinen Rücken. Gleichzeitig haben es Schädlinge hier schwer, an deine Pflanzen zu gelangen. Wichtig: Wähle am besten einen Standort, an dem die Pflanzen möglichst in die Höhe schießen können. Entscheidest du dich dann für Säulenobst, kannst du viel Platz sparen. Zu guter Letzt sollten in Naschgärten diverse Kräuter wie Schnittlauch, Basilikum oder Kresse nicht fehlen. Mit ihnen kann man jede Mahlzeit verfeinern und sollte sie daher immer frisch im Haus haben.

Falls du mehr über Hochbeete wissen möchtest, dann lies dir doch auch mal unseren BesserWissen Blog auf besserernten.de durch.

Bild von einem Hochbeet mit Frühbeetaufsatz von steda

Welche Pflanzen kommen in Frage?

Welche Pflanzen du in Deinem kleinen Garten anpflanzt, bleibt ganz deinen persönlichen Vorlieben überlassen. Vor allem Beeren wie Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren eignen sich ganz hervorragend. Sie können beinahe unbegrenzt genascht werden, denn sie sind gesund. Ist dein Naschgarten etwas größer, hast du sogar einen ausreichenden Vorrat für die Beerentorte zum Sonntagskaffee oder sogar zum Einkochen für Marmeladen oder Gelees. In der Regel ist der Ertrag im Naschgarten aber nicht so groß und wirklich nur für das Naschen zwischendurch gedacht. Entscheide dich hier am besten für dauertragende Sorten, so dass du den ganzen Sommer über ernten kannst. Magst du statt Obst lieber Gemüsesorten, gibt es speziell für Naschgärten diverse Minisorten. Hast du also nicht so viel Platz zur Verfügung, eignen sie sich perfekt. Minigurken, Minimöhren und Minipaprika sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern meist auch zarter im Geschmack als die großen Vertreter.

Interessieren dich die Minigurken, Möhren und Paprika mehr? Dann lies dir doch unseren Beitrag Minigarten anlegen – darauf musst du achten durch.

Bild von einem Brombeer Strauch
copyright: pixabay

Naschgarten anlegen: Das gilt es zu beachten

Ähnlich wie bei einem Hochbeet eignet sich auch für Naschgärten das Frühjahr am besten. Dann ist die Erde nicht mehr so kalt wie im Winter, aber dennoch ausreichend feucht, damit die Pflanzen schon bald erste Triebe zeigen. Auch den Herbst kannst du nutzen, um dir Naschgärten anzulegen. Hast du einen Platz in deinem Garten auserkoren, bereite das Beet zunächst einmal gründlich vor, indem du die Erde auflockerst. Dann kannst du auch schon die Samen in die Erde bringen, wobei du dich genau an die Anleitung halten solltest. Beachte vor allem den Unterschied zwischen Licht- und Dunkelkeimern; Letztgenannte benötigen zum Keimen absolute Dunkelheit.

Bei Naschgärten ist ein wenig Planung gefragt: Beginne mit dem Pflanzen zuerst mit den Vertretern, die am längsten zum Wachsen brauchen. Das sind Gehölzer, Bäume und Sträucher. Zeitgleich kannst du auch einige Kräuter und Blumen pflanzen, die ein wenig Farbe in den Garten bringen. Apfel, Kirsche und Birne sind die klassischen Bäume für Naschgärten. Bei den Gehölzen besonders beliebt sind Johannisbeere, Brombeere, Himbeere oder auch der Holunder. Damit du auch möglichst schnell etwas zum Ernten hast, pflanze nun auch einige Kräuter an. Oregano und Rosmarin eignen sich ebenso wie Basilikum, Minze oder Petersilie. Kräuter haben den Vorteil, dass sie schnell wachsen und du durchgehend ernten kannst.

Das Beet anlegen

Naschgärten sind eine willkommene Alternative zum Blumenbeet, denn hier heißt es: Von der Hand direkt in den Mund. Sowohl Kinder als auch Erwachsene freuen sich, wenn sie eigene Minitomaten, erfrischende Minze oder süße Erdbeeren ernten können. Bedenkt man die Preise im Supermarkt, rechnen sich Naschgärten allemal. Ein weiterer Vorteil: deine Ernte ist frisch und zudem frei von Schadstoffen. Hier kannst du also bedenkenlos zugreifen. Zudem ist ein Naschgarten aufgrund seiner bunten Farben sehr attraktiv und ein absoluter Hingucker im Garten oder auf der Terrasse.

Wähle also zunächst einen geeigneten Standort und befreie ihn von allem Unkraut. Sinnvoll kann es auch sein, den Boden mit Hilfe eines Kultivators etwas aufzulockern. Ist dein Boden nährstoffarm, füge ihm etwas Kompost hinzu. Je nährstoffreicher dein Boden ist, desto mehr Ertrag wirst du letztendlich haben. Hast du dich für Jungpflanzen entschieden, kannst du sie direkt in die Erde einbringen. Samen hingegen musst du aussäen; achte dabei auf den angegebenen Abstand zwischen den Samen. Bedenke auch, dass sich einige Sorten weniger gut miteinander vertragen und beachte die Pflegehinweise, die du auch aus deinem richtigen Garten kennst. So vertragen zum Beispiel Tomaten keine direkte Nässe von oben; Erdbeeren hingegen mögen keine Staunässe von unten.

Der Nutzen von Naschgärten

Naschgärten, in denen du deine eigenen Beeren ernten kannst, sind im Sommer aufgrund ihrer Farbenvielfalt hübsch anzusehen. Kannst du deine eigenen Früchte im Garten ernten, sparst du viel Geld, denn heimisches Obst aus dem Supermarkt ist teuer. Naschgärten haben aber einen weiteren Nutzen: Bienen und zahlreiche andere Lebewesen profitieren von der üppigen Bepflanzung. Dazu müssen wir uns zunächst noch einmal verdeutlichen, was Naschgärten eigentlich sind. Er setzt sich aus den unterschiedlichsten Pflanzen zusammen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Diese duftenden und blühenden Pflanzen sind eine wahre Freude für Bienen. Möchtest du Bienen mit besonders viel Nektar verwöhnen, entscheide dich am besten für Bienentrachtpflanzen. So werden alle Pflanzen bezeichnet, die von den Bienen für das Erzeugen des Honigs bevorzugt werden. Sie sind besonders reichhaltig an Nektar.

Bild von einer Biene wie sie eine Blüte bestäubt
copyright: pixabay

Naschgarten: sinvolle Ergänzung jedes Gartens

Wie du siehst, bietet dir ein Naschgarten ausschließlich Vorteile und du kannst ihn ganz leicht selbst sogar auf dem Balkon anlegen. Vergiss nicht, bei Naschgärten im Garten eine Sitzgelegenheit in der Nähe zu platzieren. So wird dein kleiner Garten zum Naschen sicher zum Lieblingsplatz für dich und deine Familie. Zwar benötigen Naschgärten ausreichend Planung und Pflege. Einmal angelegt, kannst du dich dann aber jahrelang über dein selbst geschaffenes Projekt freuen.

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